7. Februar 2017

Richtig heizen im Winter, Thermostat einstellen

Man kommt im Winter fröstelnd in die kalte Wohnung, und dreht als Erstes die Heizung voll auf – schließlich war die Heizung aus Energiespargründen aus. Das bringt aber nichts, weiß die Verbraucherzentrale Thüringen. Denn ein kalter Raum wird nicht schneller warm, wenn die Heizung auf Stufe 5 statt auf 3 steht, nur der Energieverbrauch steigt. Denn die Stufen stehen für die gewünschte Höchsttemperatur, bei der das Thermostat die Wärmezufuhr anhält. Eine Flüssigkeit im Drehknopf lässt das Thermostatventil auf die Raumtemperatur reagieren. Ist die Gradzahl erreicht, schließt sich das Ventil automatisch.

Heizung nicht zu hoch einstellen

Die Heizung heizt dann nicht weiter auf – bei Stufe 3 ist das bei einer Raumtemperatur von etwa 20 bis 21 Grad. Für jedes weitere Grad steigt der Energieverbrauch um 6 %. Die Experten raten, zu hoch eingestellte Regler herunterzudrehen, wenn das Zimmer warm genug ist. Im Wohn- und Esszimmer reicht eine Raumtemperatur von 20 Grad. Im Kinder- und Arbeitszimmer sollten es maximal 22 Grad sein, im Schlafzimmer genügen 16 bis 18 Grad. Sofern ein zentrales Thermostat die Heizungsanlage für die gesamte Wohnung regelt, empfiehlt die Stiftung Warentest, die Ventile an den einzelnen Heizkörpern voll aufzudrehen. Wird das Thermostat so eingestellt, dass die Wohnung auf 20 Grad erwärmt werden soll und manche Heizkörper nur halb aufgedreht sind, kann die gewünschte Temperatur nicht erreicht werden. Einzelne Räume können individuell an den Heizkörpern heruntergeregelt werden, wenn sie kühler bleiben sollen.

Nachts Temperatur nur um zwei Grad senken

Nachts sollten die Bewohner die Temperatur um maximal zwei Grad senken, rät Wilhelmina Katzschmann, Vizepräsidentin der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz in Mainz. Das spare auch Geld: Dreht man komplett herunter, kühlt das Gebäude aus und muss tagsüber mit erhöhtem Energieverbrauch wieder erwärmt werden, so Katzschmann.

Wohnung sollte nicht kälter als 16 Grad sein

Die Grundtemperatur von 16 Grad sollte man nicht unterschreiten, rät die Deutsche Energie-Agentur (dena) in Berlin. Die Feuchtigkeit aus der Luft lässt sich sonst an den kalten Wänden nieder und bildet Schimmel. Egal, welche Temperatur man selbst einstellt, mindestens 20 Grad müssen in deutschen Mietwohnungen erreicht werden können. Wird die Heizung nicht warm genug, dürfen Mieter ihre monatlichen Zahlungen kürzen, wie die laufende Rechtsprechung zu kaputten Heizungen in Mietwohnungen zeigt.

Mehr im Bereich Heizöl-News

Sparen durch die Heizungssanierung

Viele Hausbesitzer schmeißen täglich Geld zum Fenster raus – weil sie die Sparpotenziale moderner Heiztechnik nicht nutzen. Hier finden Sie Informationen zu den Modernisierungsmaßnahmen.