25. August 2016

Sie haben sich das bestimmt schon mal gefragt: Kann Heizöl eigentlich schlecht werden? Ist es möglich, den Brennstoff ohne Bedenken jahrelang im eigenen Tank zu lagern? Altert Heizöl? Muss ich mit Problemen rechnen? Hier beantworten wir die drängendsten Fragen zur Heizöl-Lagerung.

Viele Hausbesitzer nutzen ihren alten Heizöltank nach einer Heizungsmodernisierung weiter, sofern er noch unversehrt ist. Meistens fasst der Tankbehälter aber einen wesentlich größeren Brennstoffvorrat, als die neue, genügsame Öl-Brennwertheizung innerhalb von ein bis zwei Jahren an Verbrauch hat. So kann eine Tankfüllung für drei oder mehr Jahre halten. Speziell bei den momentan günstigen Heizölpreisen, ist der Moment für Hauseigentümer günstig, den Behälter komplett vollzutanken. Die Frage ist: Kann das Heizöl überhaupt so lange lagern?

Kann Heizöl schlecht werden?

Nicht wirklich. Jedenfalls nicht, wenn es richtig eingelagert wird.

Als Naturprodukt altert natürlich auch Heizöl im Laufe der Zeit. Es bilden sich Ablagerungen am Boden des jeweiligen Behälters. Solange die Öllageranlage fachgerecht installiert ist – und zwar alle verbauten Teile vom Ölfilter über den Tankbehälter bis hin zum Füllstutzen – stellen diese Ablagerungen aber keinerlei Beeinträchtigung für die Heizung dar. Aber, nicht nur die fachgerechte Installation ist ein wichtiger Aspekt bei langen Lagerungszeiten – auch die Verwendung von Premiumheizöl ist wegen seiner besonderen Stabilität ein wichtiger Faktor.

Hier finden Sie alle Informationen über die sichere Heizöllagerung.

Woher weiss ich, ob mein Tank fachgerecht installiert ist?

Jeder Tankschutz-Fachbetrieb, der nach dem Wasserhaushaltsgesetz zertifiziert ist, kann bei einer Ortsbegehung begutachten, ob der Tankbehälter richtig installiert ist, und das Heizöl sicher auch über längere Zeit gelagert werden kann. Der Tankschutz-Experte wird Ihnen auch mitteilen, ob eine Reinigung des Tankbehälters notwendig ist, oder ob einzelne Ersatzteile ausgetauscht werden müssen.

Heizöllagerung - Was muss ich beachten?

Kein Tageslicht

Bestehen die Öltanks aus lichtdurchlässigen Materialien, wie Kunststoff oder GFK, empfiehlt es sich, den Tank vor Lichteinfall zu schützen. Hat ein Tankraum Fenster, können diese zum Beispiel mit Folie verdunkelt werden.

Gleichbleibende Temperatur

Die optimale Temperatur für die Heizöllagerung bewegt sich zwischen 5 und 15 Grad Celsius. Sowohl die Ölleitungen als auch der Öltank selbst müssen in jedem Fall frostfrei installiert werden. Anders können Sie sich nicht sicher sein, dass keine Paraffinausscheidung im Heizöl entsteht. Diese können Anlagenstörungen verursachen.

Durch möglichst gleichbleibende Temperaturen kann auch die Entstehung von Kondenswasser verhindert werden. Es entsteht bei starken Temperaturschwankungen an den Innenseiten von stählernen Öltanks.

Wasser ist im Gegensatz zu Öl schwerer, und kann sich, wenn es in größeren Mengen auftritt, am Boden ablagern, Korrosionen bilden und damit den Betrieb stören.

Weniger Sauerstoffeintrag dank Einstrangsystem

Prinzipiell werden Ölleitungen in Ein- oder Zweistrangsystemen installiert.

Wird das System neu errichtet oder wesentlich geändert, muss die Ölleitung im Einstrangsystem installiert werden. Das hat einen guten Grund: Denn beim Einstrangsystem verläuft nur eine Ölleitung von Heizöltank bis zum Vorfilter.

So wird dem Tank über diese eine Saugleitung nur genau so viel Heizöl entnommen, wie de facto am Brenner genutzt wird.

Da kein Öl zum Tank zurückgeführt werden muss, gibt es dementsprechend keinen Sauerstoffeintrag durch freien Fall des Heizöls bei der Rückleitung in den Öltank.

So werden die Lagerbedingungen verbessert, und die Entstehung von Ablagerungen verhindert.

Quelle: www.zukunftsheizen.de

Mehr Im Bereich Heizöl-news