Viele der in Deutschland installierten Öl- und Gasheizungen sind 20 Jahre oder älter und damit völlig veraltet. Entsprechend hoch ist der Öl- und Gasverbrauch und das Einsparpotenzial – durch einen Kesseltausch mit gleichzeitiger Modernisierung der Anlage. Sie besitzen eine Ölheizung, möchten Ihren Ölverbrauch senken und gleichzeitig etwas für die Zukunft tun? Dann ist eine moderne Hybridheizung das Richtige. Am häufigsten wird moderne Heizöl-Brennwerttechnik mit Solarthermie oder Photovoltaik kombiniert. Doch welche Technik ist jeweils am besten geeignet – und was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie?

Solarthermie und Photovoltaik: Was ist der Unterschied?

Bei einer thermischen Solaranlage fangen Kollektoren auf dem Dach die Sonnenwärme ein. Eine Wärmeträgerflüssigkeit überträgt die Sonnenwärme auf den Speicher der Heizungsanlage. Die Öl-Brennwertheizung schaltet sich nur zu, wenn die Wassertemperatur im Speicher bei wenig Sonneneinstrahlung unter einen bestimmten Wert fällt.

Eine Photovoltaik- oder Solarstrom-Anlage produziert mithilfe des Sonnenlichts Strom. Der Strom kann auf verschiedene Weise genutzt werden, zum Beispiel zum Betrieb von elektrischen Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen oder Kochherden – oder mithilfe der Power-to-Heat-Technologie zur Trinkwasser-Erwärmung und zum Heizen.

Ölheizung plus Solarthermie: die beliebteste Kombination

Etwa 33% der neu installierten Öl-Brennwertgeräte werden aktuell mit einer Solarwärmeanlage kombiniert. Speziell in Einfamilienhäusern ist es attraktiv, eine solche Anlage für die Warmwasserbereitung in Küche und Bad zu nutzen. Durch den Austausch einer alten Ölheizung gegen eine Kombination aus Öl-Brennwertkessel und Solarthermie können bis zu 40 Prozent Heizöl eingespart werden. Der Staat unterstützt den Einbau von Solaranlagen mit Fördergeldern. Die Förderung ist unabhängig davon, ob die Kollektoren zusammen mit einer neuen Heizung oder später montiert werden.

Die Kombination von Öl-Brennwerttechnik und Solarthermie bringt Haushalte sparsam und umweltfreundlich durch das Jahr: Bereits im Frühling heizt die Sonne die Solarkollektoren auf und leistet ihren Beitrag bei der Warmwasserversorgung des Haushalts. Die Ölheizung springt nur dann an, wenn nicht genug Sonnenwärme für die Warmwasserbereitung vorhanden ist. Im Sommer, wenn nicht geheizt wird, ist genug Sonnenenergie vorhanden, um den Haushalt mit Warmwasser zu versorgen. Im Herbst springt die Ölheizung nur dann ein, wenn die Sonnenwärme nicht ausreicht – und der Haushalt kann in dieser Jahreszeit besonders viel Heizöl sparen. In den lichtarmen Wintermonaten wird der Haushalt von der Ölheizung zuverlässig mit Wärme und Warmwasser versorgt.

Ölheizung und Photovoltaik: Sparsam heizen mit Solarstrom

Für diese Form der Hybridheizung werden eine Ölheizung mit Wärmespeicher und eine Photovoltaik-Anlage benötigt. Der durch Sonneneinstrahlung erzeugte Strom kann zur Warmwasserbereitung und zum Heizen genutzt werden. Dank der zuverlässigen Energiereserve im eigenen Öl-Tank sind bei einer Öl-Photovoltaik-Hybridheizung aber auch längere sonnenarme Phasen kein Problem. Falls Sie Ihre Ölheizung entsprechend modernisieren möchten: Die meisten Heizgerätehersteller bieten heute Produkte an, die Solarstrom und Ölheizung intelligent miteinander verknüpfen.

Wie wird der gewonnene Strom in Wärme umgewandelt? Die einfachste Möglichkeit ist, einen Heizstab zu nutzen, der in den wassergefüllten Wärmespeicher der Heizungsanlage eingebaut wird. Vergleichbar einem Tauchsieder wandelt der Heizstab den Solarstrom in Wärme um. Etwas aufwendiger sind hybride Lösungen aus Brennwertgerät und Wärmepumpe. Wärmepumpen nutzen zum Heizen die Umweltwärme aus Außenluft, Erdreich und Grundwasser. Dazu benötigt die Wärmepumpe zusätzlich Energie – in der Regel ist das Strom, der auch von der Solaranlage bereitgestellt werden kann. Wärmepumpen arbeiten am effizientesten in Verbindung mit Fußbodenheizungen. Diese erfordern niedrige Vorlauftemperaturen, da die Wärme über eine große Fläche im Raum verteilt wird. Unter dem Strich gilt: Auch mit der Kombination von Ölheizung und Photovoltaik kann der Brennstoffbedarf der Ölheizung in Ein- bis Zweifamilienhäusern mit vergleichsweise geringem Aufwand deutlich gesenkt werden

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